LUZERN - STANS - ENGELBERG

  IG LSE Projekte



© WUHRMANN 2016
Designed  by  RITEC
Die Rettung des L 30  
Der letzte Güterwagen der StEB ist gerettet

Als erstes Projekt 2016 stand im Kreis der IG LSE die Rettung und Erhaltung des einzigen noch vorhandenen StEB-Wagens zur Diskussion.

Das Fahrzeug wurde einem Mitglied der IG LSE zufälligerweise angeboten. Nicht nur aus Sicht der Hobbyeisenbahner und StEB-Fans macht es Sinn dieses Fahrzeug zu erhalten. Die Bauweise (Räder, Kupplungen) lassen keinen Fahrbetrieb mehr zu. Deshalb gibt es nur eine museale Erhaltung.

 

Bei diesem historischen Fahrzeug handelt es sich um einen offenen Güterwagen der Bauart L. Zu StEB-Zeiten wurde dieses Fahrzeug mit L30 bezeichnet. Der Wagen stand seit 1914 im Dienst der Stansstad-Engelberg Bahn. Selbst beim Umbau zur LSE leistete dieses Fahrzeug grosse Dienste zum Transport von Baumaterial und Bahnschotter. Die StEB besass mehrere Wagen gleicher Bauart. Nicht alle standen in gleicher Richtung auf der Strecke. Der L30 stand "verkehrt" um im Verband mit seinem Schwesterwagen, ausgerüstet mit der aufsteckbaren Langholzgabel, als Langholztransport zu fahren. Wären die Wagen nicht gegeneinander ausgerichtet gewesen, hätten die Bremserbühnen das Beladen von überlangem Material wie etwa Holz oder Röhren verunmöglicht. Die Seitenläden wurden für diese Transporte ausgehängt.

Der L 30 bei der LSE

Nach der Eröffnung der LSE 1964 ging der L30 und auch der L29 in den neuen Rollmaterialbestand der LSE über. Da die LSE auf leistungsstärkere  Güterwagen angewiesen war, wurde der StEB-Wagen 1980 an den Modelleisenbahn Club Dietikon MBCD verkauft. Da wurde das Fahrzeug aufwändig in rund fünfhundert Arbeitsstunden restauriert und aufgearbeitet zur musealen Erhaltung. 2003 wurde nochmal 650.00 CHF investiert und der Boden (Holz) qualitativ hochwertig ersetzt. Im Herbst 2014 wurde beim MBCD entschieden, aufgrund einer geplanten Gartenbahn, das Fahrzeug zu veräussern.
Nun ist es naheliegend, dass die IG LSE sich der Rettung dieses Fahrzeuges an nimmt. Nach einigen Überlegungen wurde ein Lösungsvorschlag erarbeitet, der den Erhalt des Fahrzeuges langfristig sichern soll.

Eigentum der IG LSE

Als erster Schritt wurde der Wagen durch ein Mitglied der IG LSE erworben. Diese Person zeichnet für alle künftigen Verträge mit seiner Verantwortlichkeit. Da die IG LSE eine lose Gemeinschaft ohne Vereinsstatuten ist, wurde dieses Vorgehen notwendig. Die IG LSE plant längerfristig so viele Objekte wie möglich zu bekommen und zu erhalten. Ziel ist es, die Sammlung dereinst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Das Fahrzeug wurde zurück an seinen Ursprung gebracht. Aus Sicht der IG LSE ist das Gelände um den ehemaligen Bahnhof Stansstad/Schifflände prädestiniert für die Platzierung. Da das Fahrzeug kurz gebaut ist wird nur eine Fläche von rund 6.0m x 3.0m benötigt.


Ein spezieller Transport

Als Partner der IG LSE beschäftigte sich die Firma Abächerli Transport AG in Zusammenarbeit mit dem Transportchef der IG LSE, Hansjörg Schnider, um den geplanten Ablauf. Vorgängig wurde das historische Eisenbahnfahrzeug vor Ort in Dietikon vermessen. Auch die genaue Position, Distanz zur Strasse etc. mussten bestimmt werden. Zeichnungen wurden erstellt und mit dem Transportunternehmen besprochen. Nun stans fest, dass der L30 auf einem Fünfachser Scania nach Stansstad reisen wird. Letztendlich forterte nicht das Gewicht des Fahrzeuges den Transporteur, vielmehr die Auslage des Ladekranes führte zur Wahl eines besonderen Transportfahrzeuges.

 

Dank der optimalen Vorbereitung durch das ganze Team wurde der Transport am 20.Februar 2016 zum Erfolg. Alles ging ohne einen Zwischenfall über die Bühne. Der Chauffeur bediente den Kran präzise und hob den L 30 aus seinem alten Schotterbett inklusive den Schienen ab.Auf der Ladefläche fand das Ensemble genügend Platz. Alles wurde fachgerecht vertäut und nach Stansstad überführt. Um die gesetzlich vorgeschriebene maximalbreite der Ladung nicht zu überschreiten, wurden die Seitenläden des Güterwagens vorgängig durch die IG LSE demontiert.

Zukunft des L 30

In den Sommermonaten 2016 wird das Fahrzeug durch die IG LSE überarbeitet und nach Schema der StEB beschriftet. Zur erläuterung der Geschichte der Bahnen nach Engelberg wird eine Informationstafel neben dem Wagendenkmal angebracht. Der L 30 ist nun sozusagen der "ööfentliche" Grundstein für das zukünftige Museum.

 

Unterstützung jeglicher Art

Als Interessengemeinschaft Luzern-Stans-Engelberg Bahn arbeiten wir eng mit dem Verein zbHistoric zbH, der Zentralbahn zb, der Ballenberg Dampf Bahn BDB und den Werkstätten der Jungfraubahnen BOB zusammen. Projekte mit Fahrzeugen die dereinst wieder als historische Züge fahren sollen werden durch die zbH abgewickelt. Die IG LSE stellt die Arbeitsgruppe Engelberg und leistet hier einen grossen Beitrag.
Um dieses und andere Projekte voran zu bringen werden immer wieder finanzielle Mittel benötigt. Wer das Projekt unterstützen möchte, hat die Möglichkeit Mitglieder der IG LSE direkt anzusprechen, oder unser Konto mit einer Einzahlung zu stärken.

Mit einem Hinweis im Feld Zahlungsgrund, können Sie Ihre Spende direkt einem Projekt zuweisen:

Projekt L 30

Projekt ABt 23

Projekt BDeh 4/4 5

Projekt DZ 251

Wir danken für Ihre grosszügige Unterstützung.


Bankverbindung IG LSE

 

Konto: PC 31-321865-3

Brunner Rudolf

6372 Ennetmoos

CH12 0900 0000 3132 1865 3

Zahlungsgrund: IG LSE

 

Sollten Sie Fragen an den Kassier haben, wenden Sie sich unter 079 479 19 72 an Ruedi Brunner.


Unterstützung mit Manpower und Material

Eine Sammlung dieser Art ist nie komplett. Wenn Sie nun auch Etwas der Sammlung beizufügen haben, melden Sie sich beim Kurator der IG LSE unter 079 429 11 50 (Beat Wuhrmann) und wir finden Wege und Lösungen Gegenstände, Fotos, Negative, Filme, Dokumente und andere Artefakte in die sammlung zu bringen. Sei dies als Dauerleihgabe, Schenkung oder als Kaufangebot.

Natürlich suchen wir neben der materiellen und finanziellen Unterstützung immer Helferinnen und Helfer für die Aufarbeitung der Fahrzeuge (LSE), den Erhalt und Archivierung der Sammlung und als Crew an unseren Events.

Das Bild aus dem Archiv des SVEA zeigt den alten Bahnhof Stansstad. Die Markierung beschreibt den neuen Standort des L 30 im heutigen Areal.

Das Aufnahmegebäude hat sich äusserlich kaum verändert. Die Stansstad-Engelberg Bahn wurde 1965 komplett abgebrochen. Nun ist ein stiller Zeitzeuge zurückgekehrt.

 

Die L 30 Überführung in den Medien

Die IG LSE erfreut sich immer wieder der grossen Medienpräsenz. Am 20. Februar waren die Neue Nidwaldner Zeitung, Die Schweizerische Eisenbahn Revue und Tele1 vor Ort.

Tele1 brachte eine Kurzmeldung zum Tagesgeschehen im Nachrichtenblock.

In der Nidwaldner Zeitung erschien unser Projekt am Montag den 22.2.2016 als Bericht.

Auf facebook begleitet üsi Bahn auch die LSE-Projekte.