LUZERN - STANS - ENGELBERG

  IG LSE Projekte



© WUHRMANN 2016
Aufarbeitung des LSE ABt 23  
Der letzte Steuerwagen kurzer Bauart

Mit der Aufarbeitung des LSE ABt 23 wagte sich die IG LSE an ein erstes grösseres Projekt. Eigentlich im Masterplan der zbHistoric vorgesehen sollte der Wagen 2015 wieder in den letzten Betriebs-zustand der LSE zurückversetzt werden. Schnell war klar, dass im Verein zbH die nötigen Recurcen nicht vorhanden sind. Einige Mitglieder (sie sind fast alle auch Mitglied bei zbH) nahmen sich nun der Sache an. Die finanzeniellen aufwändungen der Höhe von 20'000 CHF wurden von zbH bereitgestellt.

Demontage und Rückbau

Glücklicherweise durfte die IG LSE die Räumlich-keiten der Werkstätten in Stansstad nutzen um den Rückbau und die Vorbereitungen durch zu führen. Wie erwähnt sollten nun einige in den Jahren veränderte Teile rückgebaut werden. Natürlich standen einige Diskusionen im Raum wie weit und was rückgebaut werden soll. Einige Beispiele sind Scheinwerfer, Führerstandfenster und Schienen-räumer...

Nebenstehend eine Archivaufnahme des ABt 23 bei der Ablieferung 1964.

Foto: Archiv LSE

 

 

 

Priorität hatte hier eindeutig der Wieder-erkennungswert als LSE-Steuerwagen vor der Fusion zur zb und die betriebliche Sicherheit. So blieben alle relevante Teile wie eben der Schienenräumer und die eckigen Lampen erhalten. Gemäss SBB-Historic ist die Erhaltung im letzten Betriebszustand legitim. Viele Kleinteile wie etwa die VST-Dose, Lampen, Faltenbalg etc. wurden schon vor der Überführung nach Zweilütschienen demontiert.

Nun musste der ganze Wagen für die bevorstehende Lackierung vorbereitet werden. Da dieses Fahrzeug bei der letzten Lackierung mit einer speziellen latexähnlichen Farbe gespritzt worden war musste der Rote Anstrich komplett entfernt werden. Die nun zum Vorschein kommende Epoxy-Grundierung eignete sich bestens für den neuen Lackaufbau. In beiger Farbgebung konnte der ABt 23 nun nach Interlaken überstellt und anschliessend nach Zweilütschienen gebracht werden.


 

 

 

 

Lackieren bei den Jungfraubahnen BOB

Das Team der IG LSE arbeitete einige Werktage im Berner Oberland am Steuerwagen. Die ganze Aussenhaut musste nun grundierfähig angeschliffen werden. Das ganze Wagendach wurde ebenfalls entsprechend vorbereitet. Die Lackierung erfolgte dann in mehreren Etappen. Vorgängig deckte das Team alle Öffnungen und Fenster fachgerecht ab. Jörg Mäusli, Maler und Meister seines Fachs, spritzte die Haftgrundierung auf Dach und Kasten. Danach folgte die Lackierung des Daches im typischen LSE-Hellgrau und des Kastens in Engelbergrot.

Nach dem der Kasten wieder rot in Erscheinung trat, mussten alle Anbauteile ebenfalls gereinigt und entsprechend lackiert werden.

Nach einer Trocknungsphase montierte das Team wieder alle Türen und Anbauteile zur Überführung nach Stansstad. Lediglich die Führerstand-fenster wurden unter fachkundiger Anleitung mit Alois Röthlin in Stansstad eingebaut.

 

 

 

Der LSE ABt 23 nach der Neulackierung beim Umstellen in Interlaken noch ohne Streifen und Beschriftung.

   
Original Beschriftung

Als Partner der IG LSE wurde die PaintStyling AG in Dallenwil mit der Beschriftung beauftragt. Vorgängig erstellte die Firma Bösch Siebdruck in Stans kontrastreiche Abzüge der Originalsiebe. Die Siebe sind Bestandteil der Sammlung der IG LSE und dienten anno dazumal zum Beschriften aller Fahrzeuge der Luzern-Stans-Engelberg Bahn. Doch bereits in den 70er-Jahren begannen bahngesellschaften mit der Beschriftung mit Klebefolien. Nachdem die Reprofähigen Abzüge entstanden waren mussten diese gescannt (Copycenter La Palma, Stansstad) und vektorisiert werden. Nun liegen die Schriftelemente in digitaler Form vor. Die Schriftenmalerin erstellte dann die notwendigen Plott-Daten.

An einem Werktag konnte der ABt 23 nun in der Depotwerkstätte der zb neu beschriftet werden. Der historische Moment wurde unter dem Beisein von Renato Fasciati, CEO zb, vollzogen.

Das Feld der Technischen Anschriften ist den aktuellen Gegebenheiten der Zentralbahn angepasst worden. Auch die Betriebsnummer lautet ABt 923. Dies aufgrund der Umnummerierung nach der Fusion zur zb. Die Steuerwagen werden all als 900er Nummern geführt. Der ABt 23 ist nach wie vor im normalen Rollmaterialverzeichnis der zb. Gäbe es ein separates Verzeichnis (gem BAV möglich) könnte der Wagen als ABt 23 geführt werden sofern die offizielle Immatrikulation im Wagen sichtbar und kein zweites Fahrzeug mit der Nummer 23 im selben Register geführt wird.


 

 

 

Rollout zum Geburtstag der LSE

IDer relativ eng gesteckte Terminplan wurde perfekt eingehalten und am 19.Dezember 2015 fand ein überwältigendes Rollout in Stansstad statt. Unter den geladenen Gästen Vertreter aus Politik und Wirtschaft und zahlreiche Liebhaber der LSE. Die Überraschung gelang mit einer Sonderfahrt für Helfer, Spender, Gönner und Gäste. der Zug führte die Gesellschaft auf den Brünig. Ein bravuröses Nachtessen bescherte uns das Restaurant Waldegg. Der gelungene, fröhliche Abend endete mit der Rückfahrt nach Hergiswil, eine Stunde später als geplant - nicht wegen Pannen, sondern weil der Abend sonst einfach zu kurz gewesen wäre.

Zukunft des LSE ABt 23

Die Zukunft für den ABt 23 sieht derzeit gut aus. Das Fahrzeug ist geprüft und zugelassen. Dank VST und allen Annehmlichkeiten wie ZSI, Türverriegelung etc ist dieses Fahrzeug "Pendelfähig" und kann zwischen Luzern und Engelberg bzw. Luzern und Brünig-Passhöhe eingesetzt werden. In Kombination mit einem Triebwagen Typ BDeh4/4 ist dieser Wagen nun bei der zbHistoric buchbar. Infos unter www.zbhistoric.ch

Die Planung hat bereits begonnen und das nächste Fahrzeug wird der BDeh 4/4 5 sein. Erinnern Sie sich noch, als dieser Triebwagen blau unterwegs war? Nein, keine Angst, dieses Fahrzeug wird im letzten "roten" Betriebszustand erhalten. Das Budget sieht zwischen 20'000 und 25'000 Franken zur Aufarbeitung vor. Verfolgen Sie das Projekt unter www.engelbergbahn.ch

 

 

Unterstützung jeglicher Art

Als Interessengemeinschaft Luzern-Stans-Engelberg Bahn arbeiten wir eng mit dem Verein zbHistoric zbH, der Zentralbahn zb, der Ballenberg Dampf Bahn BDB und den Werkstätten der Jungfraubahnen BOB zusammen. Projekte mit Fahrzeugen die dereinst wieder als historische Züge fahren sollen werden durch die zbH abgewickelt. Die IG LSE stellt die Arbeitsgruppe Engelberg und leistet hier einen grossen Beitrag.
Um dieses und andere Projekte voran zu bringen werden immer wieder finanzielle Mittel benötigt. Wer das Projekt unterstützen möchte, hat die Möglichkeit Mitglieder der IG LSE direkt anzusprechen, oder unser Konto mit einer Einzahlung zu stärken.

Mit einem Hinweis im Feld Zahlungsgrund, können Sie Ihre Spende direkt einem Projekt zuweisen:

Projekt L 30

Projekt ABt 23

Projekt BDeh 4/4 5

Projekt DZ 251

Wir danken für Ihre grosszügige Unterstützung. Sollten Sie Fragen an den Kassier haben, wenden Sie sich unter 079 479 19 72 an Ruedi Brunner.

 

Bankverbindung IG LSE

 

Konto: PC 31-321865-3

Brunner Rudolf

6372 Ennetmoos

CH12 0900 0000 3132 1865 3

Zahlungsgrund: IG LSE

 

Unterstützung mit Manpower und Material

Eine Sammlung dieser Art ist nie komplett. Wenn Sie nun auch Etwas der Sammlung beizufügen haben, melden Sie sich beim Kurator der IG LSE unter 079 429 11 50 (Beat Wuhrmann) und wir finden Wege und Lösungen Gegenstände, Fotos, Negative, Filme, Dokumente und andere Artefakte in die sammlung zu bringen. Sei dies als Dauerleihgabe, Schenkung oder als Kaufangebot.

Natürlich suchen wir neben der materiellen und finanziellen Unterstützung immer Helferinnen und Helfer für die Aufarbeitung der Fahrzeuge (LSE), den Erhalt und Archivierung der Sammlung und als Crew an unseren Events.

 

 

Das ABT 23 Rollout in den Medien

Die IG LSE erfreut sich immer wieder der grossen Medienpräsenz. Am 19. Dezember waren die Neue Nidwaldner Zeitung, Nidwaldner Blitz und Tele1 vor Ort.

Tele1 brachte einen Beitrag zum Tagesgeschehen im Nachrichtenblock.

In der Nidwaldner Zeitung erschien unser Projekt am Montag den 21.12.2015 als Bericht.

Am 24. Dezember erschien im Nidwaldner Blitz ein grosser Bericht zum Rollout von Franz Hess.

 

Auf facebook begleitet üsi Bahn auch die LSE-Projekte.